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Tagungsankündigung:
Alien and native vectors - risks for human and animal health

29.10.2009 - 31.10.2009

Gemeinsame Tagung der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Entomologie und Acarologie e.V. (DGMEA) und des Biodiversität und Klima Forschungszentrums (BiK-F)
Jahrestagung der DGMEA

Tagungsort: Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum, Senckenberganlage 25, 60325 Frankfurt am Main

Rückblick: Konferenz "Alien and native vectors - risks for human and animal health 29.10.2009 - 31.10.2009"

Hier finden Sie das gesamte Programm der Konferenz  incl. der Abstracts der Vorträge.

 Dass Stechmücken und Zecken Krankheitserreger übertragen, ist für sich allein nichts Neues. Neu ist jedoch, dass der Klimawandel schon jetzt dramatische Auswirkungen zeigt und Veränderungen in der belebten Umwelt nach sich zieht. Deutlich wird das auch durch das vermehrte Vorkommen und die Ausbreitung tierischer Überträger (Vektoren) – wie eben z.B. Stechmücken und Zecken – sowie eine Zunahme für Mensch und Tier relevanter Krankheitserreger. Speziell für Deutschland kann das eine vermehrte Einschleppung „exotischer“ Arten bedeuten, die durch die veränderten Bedingungen vorübergehend oder auch dauerhaft heimisch werden und auch tropische, in unseren Breiten bislang unbekannte Krankheitserreger wie das West-Nil-Virus übertragen. Anlass zur Sorge bietet auch, dass Krankheitserreger sich in solchen heimischen Tieren entwickeln können, die unter den bisherigen Klimabedingungen als Überträger keine Rolle spielten. Um dem etwas entgegensetzen zu können, bedarf es umfassender Untersuchungen zum Einfluss des Klimawandels auf die Ausbreitung und das Ausmaß der Vermehrung durch Vektoren übertragener Krankheitserreger, denn der derzeitige Kenntnisstand über die Biologie und Verbreitung von Überträgern und Pathogenen ist in Deutschland nicht ausreichend. Der erste Ausbruch einer durch blutsaugende Insekten übertragenen Infektionserkrankung in Deutschland seit dem Erlöschen der einheimischen Malaria in der Mitte des letzten Jahrhunderts –die im Sommer 2006 überraschend aufgetretene, durch Gnitzen der Familie Ceratopogonidae ausgelöste Blauzungenkrankheit– untermauert den dringenden Forschungsbedarf und zeigt, dass zur Überwachung und Erforschung von Arten, die als Krankheitsüberträger in Frage kommen, spezielle Einrichtungen benötigt werden.

Die von der Deutschen Gesellschaft für Medizinische Entomologie und Acarologie sowie dem Biodiversität und Klima Forschungszentrum (BiK-F) gemeinsam ausgerichtete internationale Tagung wird die gesamte Bandbreite
dieser Problematik von unterschiedlichen Seiten beleuchten. Sie soll auch den Startschuss liefern für eine „Wiederbelebung“ der in Deutschland lange vernachlässigten Medizinischen Entomologie.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Beiträge!

Weitere Informationen zu Programm und Anmeldung finden Sie hier

 Hier finden Sie das komplette Programm als PDF