Projektgruppen

DM-3.2 | ENTWICKLUNG NEUER DIGITALISIERUNGSSTANDARDS ZUR SERIENERFASSUNG VON BLATTNERVATURMERKMALEN AUS HERBARSAMMLUNGEN MITTELS MIKRORADIOGRAPHIE

Herbarien mit ihren großen Sammlungen rezenter und historischer Pflanzenbelege dokumentieren Veränderungen über historische Zeiträume und werden daher in der Forschung in jüngerer Zeit verstärkt als Umwelt-Archive benutzt (z.B. Klimawandel-Forschung). Insbesondere die Blattnervatur erwies sich als wichtiger Indikator für Veränderungen der Umweltbedingungen. Die traditionellen chemikalienbasierten Methoden zur Präparation der Blattnervatur sind allerdings destruktiv und zeitaufwändig und kommen daher für die Untersuchung großer Serien an Blattproben, wie sie z.B. in der Funktionellen Ökologie bzw. Biodiversitätsforschung benötigt werden, nicht in Frage. Neuere Studien zeigten, dass mikroradiographische Methoden eine vielversprechende, nicht-destruktive Alternative zur Darstellung der Architektur der Blattnervatur darstellen. Das Ziel des vorliegenden Projekts ist deshalb die Entwicklung von Digitalisierungsstandards zur schnellen, nicht-destruktiven und größtenteils automatisierten Erfassung von relevanten Merkmalen der Blattnervatur aus Herbarbelegen. Die digitalisierten Daten werden über Online-Datenbanken der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht.
Das Projekt beginnt am 1. April 2014, ist auf 2 Jahre ausgelegt und wird von der DFG finanziert. Es nutzt sowohl Sammlungen der botanischen Abteilungen von Senckenberg in Frankfurt und Görlitz (GLM, FR), als auch die methodische Expertise der Abteilung Messelforschung und findet in enger Kooperation mit PD Dr. Karsten Wesche und Dr. Jörg Habersetzer statt.