Projektgruppen

6-2.18 | URSPRUNG UND ENTSTEHUNG DER TIBETANISCH-HIMALAYANISCHEN BIOTA (2008-2012)

Im Rahmen unseres Projektes arbeiten wir mit Gattungen der Familien Ericaceae (Agapetes, Vaccinium) und Rhamnaceae (Rhamnus) als Modellsystemen, um den Einfluss der Bildung des Qinghai-Tibetanischen Plateaus (QTPs) auf die Evolution der dort vorherrschenden Pflanzenwelt sowie deren biogeographische Geschichte zu untersuchen. Diese drei Gattungen wurden aufgrund ihres hohen Artenreichtums im Untersuchungsgebiet ausgewählt, wobei im Fall von Rhamnus Fossilien die Präsenz dieser Gattung in der Zeit vor der Hebung des QTPs belegen. In dieser Studie werden mit Hilfe von nukleären und plastidären DNA-Markern Phylogenien rekonstruiert sowie durch biogeographische Analysen folgende Fragen beantwortet:
1. Welche Rolle spielte die Bildung des QTPs für die pflanzliche Diversifikation während des Eozäns bis Miozäns?
2. Über welche Migrations- bzw. Fernausbreitungsrouten wurde diese Region besiedelt?
3. Wie unterscheiden sich temperate und tropische Gattungen in ihrer biogeographischen Geschichte?

Publikationen

Matuszak, S., Favre, A. & A.N. Muellner (2011). Up to the Top – Plant Diversification on the Tibetan Plateau. - 22nd International Senckenberg Conference, Frankfurt, Germany, 15-19 November 2011. Conference Volume, p. 114 (ISBN 978-3-929907-86-5).

Team

Sabine Matuszak, Doktorandin

Publikationen

Favre, A., Matuszak, S. & A.N. Muellner-Riehl (2013) : Two New Species of the Asian Genus Tripterospermum (Gentianaceae). - Systematic Botany 38: 224-234.

Favre, A. & S. Karrenberg (2011) : Stress tolerance in closely related species and their first-generation hybrids: a case study of SileneJournal of Ecology 99, 1415-1423.