9-2: STAKEHOLDER-DIALOGE UND NUTZUNGSKONZEPTE

Die klimabedingte Veränderung allgemeiner und funktioneller Diversität und der damit verbundene Verlust von ESS bedroht die Lebensgrundlage von vielen Millionen Menschen. Hinzu kommt der steigende sozioökonomische Nutzungsdruck auf die Ökosysteme. Für die Fokusökosysteme "Schelfökosysteme", "westafrikanische Savannen" und "mitteleuropäische Wälder" werden die Auswirkungen des Klimawandels und des Nutzungsdrucks auf die Biodiversität und die ESS untersucht und angepasste Nutzungsstrategien abgeleitet. Dazu werden in Fallstudien exemplarisch die biologischen Grundlagen und gesellschaftlichen Bewertungen der dortigen ESS erfasst, ihre klima- und nutzungsbedingten Vulnerabilitätsrisiken untersucht und Vorhersagen über ihre zukünftige Entwicklung in Form von Szenarien und Modellen erstellt.
In Zusammenarbeit mit gesellschaftlichen Anspruchsgruppen, zu denen auch die Wirtschaft zählt, werden Transfermethoden für den Kommunikationsprozess identifiziert und Empfehlungen für angepasste Nutzungsstrategien und Managementmaßnahmen für den Schutz und eine nachhaltige Nutzung dieser Ökosysteme und ihrer Leistungen entwickelt. Aus den Erfahrungen mit den biogeografisch und gesellschaftlich unterschiedlichen Fallstudien werden allgemeine Grundlagen für den Umgang mit Nutzern und Akteuren und die Etablierung dezentraler Managementsysteme ("community-based management") erarbeitet. Insofern wird auch Bezug genommen auf laufende Politik- und Umsetzungsprozesse. Weiterhin wird die Aufbereitung von Daten und Erkenntnissen des Forschungszentrums hinsichtlich ihrer Wirkung für den Transfer untersucht.

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