6-1: MUSTER UND PROZESSE KÄNOZOISCHER DIVERSIFIKATION: INTEGRATION VON PHYLOGENESE UND  PALÄOKLIMA(WANDEL)

Moderne Muster der Biodiversität sind geprägt von känozoischen Diversifikationsprozessen, die mit extremen Klimaveränderungen und einem tiefgreifenden Wandel der Paläozeanographie, Paläogeographie und des Chemismus der Ozeane und der Atmosphäre einher gingen. Die Kombination von molekularen Phylogenien mit biogeographischen, ökologischen, ozeanographischen und klimatischen Daten liefert neue Einblicke in die Faktoren, welche die Evolution und Verbreitung von Arten beeinflussen, und lässt Diversifikationsprozesse besser verstehen.

Projektgruppe A1 untersucht, in welchem Ausmaß Klimaveränderungen Einfluss auf die Diversifikation und Verbreitung von Organismen nahmen, und orientiert sich an der Klärung der Fragen, ob generelle Muster zwischen Diversifikation und Klimaveränderungen existieren, wie Klima organismische Phylogenese in terrestrischen, randmarinen und pelagischen Bereichen beeinflusst, und inwieweit ökologische Nischen verschiedener Organismengruppen phylogenetisch konserviert sind. Diese Ergebnisse sollen zudem mit davon unabhängigen Fossildatensätzen verglichen werden. Dabei wird z.B. anhand der Modellgruppe der Coccolithophoriden neben der Diversität marinen Phytoplanktons im Zusammenhang mit den klimatischen Veränderungen vor allem die Makroevolution und Ökologie rezenter Schlüsseltaxa aus dem Atlantik und Mittelmeerraum untersucht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der methodischen Entwicklung neuer Ansätze zur Integration phylogenetischer und isotopengeochemischer Daten, um langfristige Wechselwirkungen zwischen Klima, Erdoberflächenprozessen, Evolution und Biodiversität zu untersuchen.

 

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