7-1: BEDEUTUNG VON MIGRATION UND DISPERSION FÜR KLIMABEDINGTE AREALVERÄNDERUNGEN

Als Folge des Klimawandels werden Arten ihr Verbreitungsgebiet verändern, sich lokal anpassen oder aussterben. In vielen Forschungsprojekten wurde mit Hilfe von Species Distribution Models (SDMs) untersucht, wie groß die Verschiebung der für einen Organismus günstigen Umweltbedingungen (potenzielles Areal) sein wird. Hingegen wurde die Frage, ob Organismen sich überhaupt schnell genug ausbreiten können, um die Umweltveränderungen durch Arealverschiebungen zu kompensieren, bisher kaum zufriedenstellend beantwortet. Die während der ersten Förderphase von BiK-F durchgeführten Untersuchungen zeigen, dass je nach betrachteter Organismengruppe und Ökosystem fundamentale Unterschiede in der Ausbreitungsfähigkeit bestehen. Um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Areale vorhersagen und quantifizieren zu können, ist es daher von fundamentaler Bedeutung, die Ausbreitungsfähigkeit von Arten in die Prognose-Modelle zu integrieren. Zentrales Ziel dieser Projektgruppe ist es deshalb, in unterschiedlichen Ökosystemen Ausbreitungs- und Migrationspotenziale von Arten zu untersuchen und in Bezug zum Klimawandel zu setzen.

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