6-3: PERIODEN RASCHEN KLIMAWANDELS ALS TAKTGEBER LANGFRISTIGER BIODIVERSITÄTS- UND ÖKOSYSTEMÄNDERUNGEN

Der Zeitraum des Quartärs (seit 1,8 Mio Jahren) ist durch extreme Klimavariabilität auf unterschiedlichen Zeitskalen geprägt. Seine Glazial-/Interglazialzyklen hatten tiefgreifende Auswirkungen auf marine und terrestrische Ökosysteme. Da die heutige Biodiversität in diesen Ökosystemen z.T. als Resultat eines extremen, zyklischen Adaptions- bzw. Migrationsdrucks gesehen werden kann, ermöglicht ein Verständnis der Biodiversitätsentwicklung während des Quartärs auch Projektionen zukünftiger klimabedingter Biodiversitätsverluste. Über die langfristige natürliche und klimagesteuerte quartäre Biodiversitätsdynamik ist bis heute aber nur wenig bekannt. Sie wird daher im Sinne eines Land/Meer-Transekts an terrestrischen, randmarinen (Riff-) und offenmarinen (Nekton- und Benthos-) Ökosystemen analysiert.

Damit ist  diese Projektgruppe räumlich und zeitlich komplementär zu Projektgruppe A2. Untersuchungsgebiet ist hier der östliche Mittelmeerraum, insbesondere die Tenaghi-Philippon Bohrung, welche über orbitale Parameter ein sehr gut datier- und korrelierbares Klimaarchiv darstellt.

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