8-1: MIKROEVOLUTIONÄRE ANPASSUNGEN AN VERÄNDERTE KLIMABEDINGUNGEN

Biologische Archive wurden bislang vor allem in Form von Pollen, wie sie in nacheiszeitlichen Mooren und Sedimenten der letzten rund 12.000 Jahren zu finden sind, analysiert. Die vorliegende Projektgruppe konzentriert sich gezielt auf die Analyse jüngerer Archive der letzten Jahrzehnte um die Auswirkungen der globalen Erderwärmung zu untersuchen. Die heute zur Verfügung stehenden genetischen Methoden erlauben die molekularen Grundlagen der Anpassung an Temperaturveränderungen zu beschreiben. Darüber hinaus können die aus Samen und Dauereiern geschlüpften Pflanzen- und Tierarten in Bezug auf ihre physiologischen Anpassung untersucht werden. Neben diesen natürlichen biologischen Archiven können auch Sammlungen naturhistorischer Museen dazu genutzt werden, die populationsgenetischen Auswirkungen der Klimaveränderungen (z.B. Verlust von genetischer Diversität) zu detektieren. Ein wichtiger Aspekt ist die Wahl geeigneter Sammlungen, da nur sehr wenige sich für detaillierte Zeitreihenanalysen eignen. Daher sind Kooperationen mit zahlreichen Institutionen ein Charakteristikum dieses Projektbereichs.

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